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A SCHÖNE BESCHERUNG


Monika Hirschles schwäbische Erfolgskomödien A SCHÖNE BESCHERUNG und
GUTEN RUTSCH! in der Übersetzung von Matthias Wolf am Theater und Orchester
Neubrandenburg / Neustrelitz

A SCHÖNE BESCHERUNG
Schwäbische Originalfassung von Monika Hirschle
Bayerische Bearbeitung von Eva Hatzelmann
Niederdeutsche Fassung von Heide Tietjen bei VVB
4 D, 4 H, 1 Dek.
Komödie

UA: Stuttgart, Komödie im Marquardt 1995, Aufzeichnung SDR, 1996
Aufzeichnung BR, 2000
Neuproduktion: Theater Neubrandenburg / Neustrelitz, Regie: Ralf-Peter Schulze
WA: 2009/2010

Der Heiligabend bei der Familie EISELE hat es in sich: die Heizung funktioniert nicht mehr,
dafür hat der abgetaute Kühlschrank die Gans ins Schwitzen gebracht.
Aus Sparsamkeit hat Vater ROBERT den Baumkauf auf die letzte Minute verschoben und die
Spitze passt natürlich nicht. Das Lametta vom Vorjahr stellt sich als wenig tauglicher
Baumschmuck heraus und die elektrischen Kerzen sorgen für einen gepflegten Kurzschluss.
Tochter ANGELIKA kommt mit Sohn KEVIN frühzeitig ins Haus geschneit...

Presse

„Flirt mit Feinripp zum Fest von Susanne Schulz. Neubrandenburg. "Una bella canzone" wirkt immer. Der Schmacht-Reißer, der im Neubrandenburger Schauspielhaus schon die "Sekretärinnen" des gleichnamigen Liederabends von den Tasten gerissen hatte, verfehlt seinen Effekt auch nicht bei der Installateurs-Interpretation in der Komödie "Eine schöne Bescherung", deren Premiere am Wochenende gefeiert wurde.
Die schwäbische Autorin Monika Hirschle, von deren Erfolgsstück es auch eine plattdeutsche Version gibt, lässt einen "ganz normalen" Weihnachtstag Revue passieren: Die Heizung ist kalt, der Kühlschrank warm, die Gans im Eimer, der Baum eine Katastrophe, die Kinder zerstritten, die Oma zu früh und die Nachbarin permanent, Perfektion demonstrierend, zur Stelle. Genau diese auf die Spitze getriebene Wiedererkennungsflut macht den Erfolg der Komödie aus - und ein Schauspielerensemble, das unter der Regie von Intendant Ralf-Peter Schulze die Figuren wohl schallendem Gelächter, aber nicht der Lächerlichkeit preisgibt.

Schließlich stürzt sich die Familie - vervollständigt durch Benjamin Griebel als in sympathischem Ausmaß pubertierender Nachwuchs, Johannes Stelzhammer als eckiger Schwiegersohn und Martina Block als herrlich penetrant wohlmeinende und besserwissende Nachbarin - ins Festessen, das dem Publikum akustisch als schwerterklirrende Schlacht erscheint. "Genau wie bei uns", mögen die einen feststellen; die anderen: "Zum Glück ganz anders"; und alle zusammen: "Könnte also alles viel schlimmer sein." Und vor allem: So lässt sich drüber lachen - und das Fest kann kommen.
NORDKURIER